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Ankauf des Domizils des Familienzentrums Trudering - eine ÖPP-Erfolgsstory

[12.11.2007] Mit dem bevorstehenden Ankauf des Gebäudekomplexes am Dompfaffweg, in dem vor allem das Familienzentrum Trudering e.V. untergebracht ist, durch die Stadt München findet eine der seltenen kommunalen Erfolgsstorys im östlichsten Münchner Stadtbezirk ihren vorläufigen Höhepunkt.

Wie häufig, hat dieser Erfolg eine ganze Reihe von Müttern und Vätern.

Familinezentrum Wenigen dürfte bekannt sein, dass es sich bei dem 1978 von Georg Scheffer gegründeten Familienzentrum Trudering seinerzeit um eine bundesweite Pioniereinrichtung gehandelt hat. Ziel war es, das Zusammenleben junger Familien aus unterschiedlichen Herkunftsorten und -Milieus zu fördern, eine Anlaufstelle für die schon damals zahlreichen Neubürger in diesem durch individuelle Wohnformen geprägten Viertel zu sein.

Das Konzept "schlug ein", so dass die Stadt München das FZT noch einigen Jahren in die Regelförderung übernahm. Allerdings gab es im Laufe der Zeit immer wieder mal Probleme am alten Standort insbesondere was Bausubstanz und die Miethöhe betraf. Zwar konnte sich das FZT auf die breite Unterstützung im Stadtrat verlassen, aber trotz erheblicher Eigenleistungen wurde die Standortproblematik nach der Jahrtausendwende immer prekärer.

Hilfe kam über Umwege: ein ausführlicher Artikel Anfang Dez. 2003 in einer großen süddeutschen Tageszeitung, der die Forderungen von BA-Sozialreferentin Dr. Stephanie Hentschel (CSU) und BA-Vorsitzenden Dr. Georg Kronawitter (CSU) wegen der anhaltend schlechten Kindertagesstättenversorgung in Waldtrudering nördlich der Wasserburger Landstraße aufgriff, wurde auch in Giesing gelesen. Von einem Ehepaar, das am Dompfaffweg KiTa-taugliche Räumlichkeiten gerade leerstehen hatte und sich nun an den BA-Vorsitzenden wandte.

Kronawitter informierte umgehend die Stadt München und auch das Familienzentrum Trudering über dieses Angebot. Schon nach wenigen Tagen signalisierte die FZT-Chefin Martina Hansel-Wolfshörndl, dass sich das Anwesen am Dompfaffweg sehr gut als neues FZT-Domizil vorstellen könne, nicht nur weil die Nutz-Fläche um 100m2 vergrößert würde, sondern weil sie große Unterstützung seitens der Vermieter erfuhr. Auch das Sozialreferat war von Anfang an angetan.

Der Rest - insbesondere der Umzug - war zwar beileibe keine Formsache, sondern harte Arbeit, bis am 21. April 2005 im Beisein von Bürgermeisterin Dr. Burkert die Räume offiziell eingeweiht werden konnten. Wie fruchtbar die neue Situation ist, zeigt sich daran, dass heute im gleichen Gebäudekomplex die FZT-Kinderkrippe, die Allegro-Vorschule und die Geschäftsstelle eines "Leihoma"-Service Heimat gefunden haben.

Als nun die Vermieter andeuteten, dass sie den umfangreichen Komplex mittelfristig zu verkaufen gedachten, hat das FZT in Absprache mit dem BA-Vorsitzenden Kronawitter das Münchner Sozialreferat diskret, aber wirkungsvoll informiert. Dessen Fachleute waren nach kurzem überzeugt, dass die Stadt den Komplex kaufen sollte.

Kronawitter: "Ehrlich gesagt, war ich ursprünglich sehr skeptisch, dass das Sozialreferat hier einsteigt. Umso freudiger die Überraschung, die beweist, wie sinnvoll öffentliche und pivate Beteiligte zusammenarbeiten können. Gerechtfertigt ist der Kauf allemal, da es schon aus haushaltspolitischen Aspekten immer besser ist, wenn Dauereinrichtungen auf städtischem Gelände untergebracht sind als in Mietobjekten." Deswegen hat der BA ja 2004 auch den Kauf des Familienzentrum-Messestadt-Gebäudes unterstützt.