Dass München die nördlichstes Stadt Italiens sei, diese Einschätzung lassen wir Münchner uns gerne gefallen. Entsteht doch sofort vor unserem inneren Blick das italienischste aller Münchner Ortsbilder: der Odeonsplatz mit der Fassade der Theatiner-Kirche und der Feldherrnhalle, alles Importe aus Oberitalien.
Keine Frage, dass das Thema der Landesausstellung 2010 uns Münchner besonders ansprechen dürfte: "Bayern und Italien".
Hochwertige Exponate aus Museen, Kirchen, Bibliotheken, Archiven und von Privatpersonen machen die Bayerische Landesausstellung zu einem spannungsreichen Erlebnis für Jung und Alt. In der Füssener Teilausstellung kann man die bayerisch-italienischen Verbindungen von der Antike bis ins ausgehende 18. Jahrhundert kennen lernen.
Am Sa. 12. Juni startet um 8h in Waldtrudering ein Bus mit Ziel "Füssen". Die stellvertretende Präsidentin des Bezirkstags von Oberbayern, Friederike Steinberger (CSU), und der von ihr geführte CSU-Ortsverband Waldtrudering veranstalten einen Bus-Ausflug zur Landesausstellung, der auf der Rückfahrt auch einen Halt bei der Wieskirche, dem Weltkulturerbe und Rokoko-Juwel vorsieht. Die Platzzahl ist begrenzt, Anmeldung ist daher erforderlich (Fax 43 98 78 82, e-mail: info@csu-waldtrudering.de, Tel. 439 13 72 (abends) ). Für Erwachsene kostet die Teilnahme 20 Euro, Kinder zahlen 10 Euro. Im Preis sind Fahrt, Eintritt und Führung inbegriffen.
Für die Führung steht mit dem Waldtruderinger Historiker Michael Nadler einer der Ausstellungs-"Macher" zur Verfügung - sicher ein weiterer Grund, dieses Angebot zu nutzen.
Schon in der Römerzeit kamen über die durch Füssen führende Via Claudia Augusta Waren und neue Götter nach Bayern. Bayerische Handelshäuser hatten im ausgehenden Mittelalter ihren Sitz in Venedig. Der Kapuzinerorden aus Italien kümmerte sich im 17. Jahrhundert um die Stärkung des katholischen Glaubens und die italienische Barockkunst hielt Einzug in Bayerns Kirchen und Klöster. Am Beispiel ausgewählter historischer Personen werden bayerisch-italienische Episoden und der damit verknüpfte geschichtliche Hintergrund beleuchtet. Katakombenheilige, Ludwig der Bayer und Angehörige italienischer Adelshäuser sind genauso vertreten wie Casanova, Galeerensträflinge und Kastraten.
Zu guter Letzt: das malerische Füssen als Startpunkt der legendären "Romantischen Straße" ist auch ohne Landesausstellung eine Reise wert, nicht umsonst sieht das Fürstenzimmer im ehemaligen Kloster St. Mang Hochzeitsgäste aus aller Welt. Also: auf nach Füssen.
Friederike Steinberger, Ortsvorsitzende CSU Waltrudering www.csu-waldtrudering.de